WhyVault

Die Struktur

So ist ein WhyVault aufgebaut: Räume für jeden Lebensbereich, Wissen, Kalender und System-Notizen – plus die fünf Regeln, die es übersichtlich halten.

Beim Anlegen wählst du: mit der WhyVault-Vorlage, mit der PARA-Vorlage oder mit einem leeren Vault. Die WhyVault-Vorlage bringt die Struktur mit, die diese Seite beschreibt. Sie kommt aus einem echten Arbeits-Vault und ist als Obsidian-Vorlage frei verfügbar.

Der eine Satz

Das Vault beantwortet warum. Dein Aufgaben-Tool beantwortet, was als Nächstes kommt.

Im Vault stehen keine Aufgaben, keine Deadlines, keine Fortschrittsbalken. Der Test für alles, was du festhalten willst:

  • Hat es einen Verantwortlichen und ein Fälligkeitsdatum? → Aufgaben-Tool
  • Muss es in sechs Monaten noch jemand verstehen? → Vault

Die Ordner

0_Eingang/        alles Unsortierte, wird wöchentlich geleert
1_Wissen/         zeitlos, flach, geteilt
  Personen/  Organisationen/  Software/  Notizen/  Quellen/  Karten/  Leitlinien/
2_Kalender/       datiert, dünn
  Tage/  Rückblicke/
3_Räume/          alles Abgegrenzte – die einzige Ebene mit Kontext
  <Kontext>/      z. B. Arbeit, Ventures, Privat – jeweils mit _Abgeschlossen/
8_Anhänge/        Dateien ohne Kontext
9_System/         Identität, Vorlagen, Arbeitsregeln für Agenten

Die fünf Regeln

Das Vault beantwortet warum, das Aufgaben-Tool was als Nächstes kommt. Sonst hast du zwei Wahrheiten und pflegst die schlechtere.

Raum oder Sammlung? Hat die Sache eine Geschichte – wird entschieden, gibt es eine Zeitleiste? Dann ist es ein Raum. Ist es Material, das du pflegst? Dann ist es eine Sammlung in 1_Wissen mit einer Karte als Eingang.

Die Grenzregel. Innerhalb eines Raums frei verlinken, nach außen nur zu 1_Wissen, nie von Raum zu Raum. So lässt sich ein Raum als Ordner übergeben.

Das Gerüst wird nicht im Voraus bezahlt. Ein neuer Raum hat genau eine Datei, die Übersicht. 01 Entscheidungen/, 02 Meetings/ und der Rest entstehen, wenn sie gebraucht werden.

Wissen gehört keinem Raum. Eine Person taucht beruflich und privat auf und existiert trotzdem nur einmal.

Ein Raum

Ein Raum startet mit einer Datei:

3_Räume/Ventures/WhyVault/
└── 00 Übersicht – WhyVault.md   Zweck, Grenzen, Beteiligte, wer entscheidet was,
                                 Zeitleiste, offene Fragen

Wenn es gebraucht wird, kommt dazu – immer mit diesen Namen:

Ordner/DateiEntsteht bei
01 Entscheidungen/der ersten Entscheidung mit Gewicht
02 Meetings/dem ersten Gespräch, das später jemand verstehen muss
03 Wissen/dem ersten raumspezifischen Dokument
08 Anhänge/der ersten Datei
99 Übergabe – <Raum>.mdwenn es wirklich etwas zu übergeben gibt

Der einzige Status ist der Ort: Ein Raum liegt in <Kontext>/ oder in <Kontext>/_Abgeschlossen/.

Der System-Bereich

In 9_System/Identität/ liegen vier Dateien, die jeder verbundene Agent zuerst liest:

DateiBeantwortet
USER.mdWer du bist und wie du arbeitest
SOUL.mdWie es klingen soll, wenn etwas für dich geschrieben wird
IDENTITY.mdWer der Assistent für dich sein soll: Auftrag, Grenzen, Standardverhalten
CONTEXTS.mdIn welchen Welten du dich bewegst – das sind die Ordner unter 3_Räume

Du schreibst sie nicht von Hand: Ein Interview-Prompt in 9_System/Setup/ lässt dich von deinem Agenten befragen und erzeugt die Entwürfe.

Die PARA-Vorlage

Die Alternative für alle, die in Projekten denken: PARA nach Tiago Forte sortiert Notizen danach, wie nah sie am Handeln sind – nicht nach Thema.

0_Eingang/        alles Unsortierte, wird wöchentlich geleert
1_Projekte/       Vorhaben mit Ziel und Termin – enden
2_Bereiche/       dauerhafte Verantwortungen, z. B. Gesundheit, Finanzen
3_Ressourcen/     Themen und Material für später
4_Archiv/         alles Inaktive aus den drei Ordnern darüber
9_System/         Anleitung für Agenten, Vorlagen für Projekt, Bereich, Ressource
Hier starten.md   der Einstieg für dich

Jeder Ordner erklärt in einer README.md, was hinein gehört, und bringt ein Beispiel mit. Anders als die WhyVault-Vorlage führt PARA Projekte mit Termin, Status und nächsten Schritten.

9_System/Anleitung für Agenten.md sagt jedem verbundenen Agenten, wie er einsortiert: Gehört es zu einem laufenden Projekt? Hat es Ziel und Termin? Ist es eine dauerhafte Verantwortung, ein Thema für später, erledigt? Im Zweifel in den Eingang. Weil Agenten nichts verschieben können, markieren sie fertige Projekte mit status: done und sagen dir Bescheid – ins Archiv verschiebst du selbst.

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