WhyVault

MCP-Memory-Server

Ein Memory-MCP-Server: ein Gedächtnis für jedes KI-Tool.

Jeder Chat mit einer KI fängt bei null an, außer etwas erinnert sich für sie. Ein Memory-MCP-Server ist dieses Etwas, und weil er MCP spricht, funktioniert er mit Claude, ChatGPT, Cursor und mehr. Hier liest du, wie die verschiedenen Arten funktionieren, lokal oder gehostet, und bekommst die Checkliste, bevor du einem Server dein Wissen anvertraust.

Lesezeit: 10 MinutenStand:

01

Was ein Memory-MCP-Server ist

Sprachmodelle merken sich von sich aus nichts zwischen zwei Chats. Was du gestern erklärt hast, ist heute weg, außer es liegt irgendwo, wo das Modell herankommt. Eingebaute Memory-Funktionen erledigen das innerhalb einer App. Ein Memory-MCP-Server erledigt es als eigener Dienst, an den sich jeder Assistent anschließen kann.

MCP, das Model Context Protocol, ist der gemeinsame Stecker: Der Server bietet Werkzeuge wie „Notiz speichern“, „suchen“ oder „lesen“ an, und der Assistent entscheidet, wann er sie nutzt. Du sagst Claude „Merk dir, dass wir wöchentlich veröffentlichen“, und es ruft das Schreib-Werkzeug des Servers auf. Eine Woche später fragst du in Cursor, warum wöchentlich, und Cursor ruft auf demselben Server die Suche auf.

Genau darum geht es: ein Gedächtnis, viele Assistenten. Statt dass Claude das eine weiß und ChatGPT das andere, lesen und schreiben alle am selben Ort.

02

Drei Arten, wie Memory-Server speichern

Unter der Haube unterscheiden sich Memory-Server vor allem darin, wie sie Dinge ablegen. Das entscheidet, ob du dein Gedächtnis selbst lesen und korrigieren kannst.

  • Wissensgraph

    Personen, Dinge und Fakten dazu, gespeichert als Knoten und Beziehungen, oft in einer lokalen JSON-Datei. So arbeitet der Referenz-Memory-Server des MCP-Projekts. Präzise für Fakten, für Menschen schwer zu lesen.

  • Vektorspeicher

    Schnipsel als Embeddings abgelegt und nach Ähnlichkeit wiedergefunden. Skaliert auf riesige Textmengen, aber du siehst kaum, was gespeichert ist, und korrigierst eine falsche Erinnerung schwer.

  • Markdown-Notizen

    Normale Dateien mit Überschriften und [[Links]]. Für dich lesbar und bearbeitbar, in jede Notiz-App mitnehmbar. Lokale Tools wie Basic Memory und gehostete wie WhyVault arbeiten so.

03

Lokal oder remote (gehostet)?

MCP-Server laufen auf zwei Arten. Welche passt, hängt davon ab, wo du KI nutzt.

–Lokal (auf deinem Rechner)Remote (gehostet, über eine Adresse)
Wie er läuftAls Prozess, den dein Client startet, per npx, uvx oder DockerAls Server im Internet, erreichbar über HTTPS
EinrichtungNode.js oder Python, dazu eine JSON-Konfiguration in jedem ClientAdresse einfügen, einmal anmelden
Funktioniert inDesktop-Clients auf diesem Rechner: Claude Desktop, Claude Code, CursorDiesen auch, dazu Claude im Browser und auf dem Handy und ChatGPT
AnmeldungMeist keine, oder ein API-Schlüssel in einer KonfigurationsdateiIdealerweise OAuth, alternativ ein Zugangsschlüssel
Über Tools hinweg geteiltNur, wenn jeder Client auf dieselbe Datei zeigtJa, ein Gedächtnis für jeden verbundenen Assistenten
Deine DatenBleiben auf deiner FestplatteBeim Anbieter: prüf, wo und unter welchem Vertrag
Sicherung und VerlaufDeine AufgabeHängt vom Anbieter ab – frag, bevor du dich festlegst
KostenMeist kostenlos und Open SourceOft ein Abo, manchmal mit kostenlosem Einstieg
Wie er läuft
Lokal (auf deinem Rechner)Als Prozess, den dein Client startet, per npx, uvx oder Docker
Remote (gehostet, über eine Adresse)Als Server im Internet, erreichbar über HTTPS
Einrichtung
Lokal (auf deinem Rechner)Node.js oder Python, dazu eine JSON-Konfiguration in jedem Client
Remote (gehostet, über eine Adresse)Adresse einfügen, einmal anmelden
Funktioniert in
Lokal (auf deinem Rechner)Desktop-Clients auf diesem Rechner: Claude Desktop, Claude Code, Cursor
Remote (gehostet, über eine Adresse)Diesen auch, dazu Claude im Browser und auf dem Handy und ChatGPT
Anmeldung
Lokal (auf deinem Rechner)Meist keine, oder ein API-Schlüssel in einer Konfigurationsdatei
Remote (gehostet, über eine Adresse)Idealerweise OAuth, alternativ ein Zugangsschlüssel
Über Tools hinweg geteilt
Lokal (auf deinem Rechner)Nur, wenn jeder Client auf dieselbe Datei zeigt
Remote (gehostet, über eine Adresse)Ja, ein Gedächtnis für jeden verbundenen Assistenten
Deine Daten
Lokal (auf deinem Rechner)Bleiben auf deiner Festplatte
Remote (gehostet, über eine Adresse)Beim Anbieter: prüf, wo und unter welchem Vertrag
Sicherung und Verlauf
Lokal (auf deinem Rechner)Deine Aufgabe
Remote (gehostet, über eine Adresse)Hängt vom Anbieter ab – frag, bevor du dich festlegst
Kosten
Lokal (auf deinem Rechner)Meist kostenlos und Open Source
Remote (gehostet, über eine Adresse)Oft ein Abo, manchmal mit kostenlosem Einstieg

Lokal ist großartig für Datenschutz und Basteln an einem Rechner. Remote sorgt dafür, dass dein Gedächtnis mit aufs Handy und in ChatGPT kommt. Dann zählt die Wahl des Anbieters, und genau dafür ist die Checkliste unten.

04

Worauf du bei einem Memory-MCP-Server achtest

In deinem Gedächtnis landen Entscheidungen, Projekte und persönlicher Kontext. Prüf das, bevor du einen Agenten verbindest:

  • Anmeldung per OAuth statt Schlüsseln in Konfigurationsdateien, und Zugriff, den du pro Verbindung widerrufen kannst.
  • Rechte pro Verbindung: nur Lesen für Tools, die nur nachschlagen, und Löschen ab Werk aus.
  • Versionen: Jede Änderung wird als Version gespeichert, mit dem Agenten, der sie gemacht hat, und lässt sich rückgängig machen.
  • Behutsames Schreiben: gezielte Änderungen, etwa anhängen oder einen Abschnitt ersetzen, statt ganze Dokumente zu überschreiben.
  • Export in einem offenen Format: Markdown oder JSON, das du überallhin mitnimmst, auch nach der Kündigung.
  • Für dich lesbar: ein Gedächtnis, das du selbst durchsehen und korrigieren kannst, keine Blackbox, die nur das Modell sieht.
  • Wo gehostet wird, und der Vertrag: Standort der Daten, ein AVV für die geschäftliche Nutzung, kein Training mit deinen Daten. In Europa: EU-Hosting und DSGVO.
  • Regeln für Agenten: ein Ort für Anweisungen, die jeder Agent zuerst liest, damit das Gedächtnis ordentlich bleibt.
  • Eine Bremse: Grenzen, die einen außer Kontrolle geratenen Agenten stoppen, bevor er alles umschreibt.

05

So macht es WhyVault

WhyVault ist ein gehosteter Memory-MCP-Server für normale Markdown-Notizen. Die Checkliste, Punkt für Punkt:

  • OAuth oder Zugangsschlüssel

    Claude und ChatGPT melden sich per OAuth 2.1 an. Claude Code und Cursor können stattdessen einen Zugangsschlüssel nutzen. Jede Verbindung widerrufst du unter Agenten verbinden.

  • Lesen, schreiben, löschen

    Pro Verbindung einstellbar. Neue Verbindungen lesen und schreiben. Löschen ist aus, bis du es erlaubst, und selbst dann landen Notizen nur im Papierkorb.

  • Jede Änderung eine Version

    Mit Agentennamen und Vergleich. Mach eine Änderung mit einem Klick rückgängig oder alles, was ein Agent seit einem Zeitpunkt getan hat. Verlauf und Kontrolle

  • Normales Markdown raus

    Ordner, Frontmatter und [[Wikilinks]], exportiert als Zip, das sich als Obsidian-Vault öffnet. Geht immer, auch ohne Abo.

  • EU-gehostet, DSGVO-konform

    Datenbank, Anmeldung und Dateien in Frankfurt, mit AVV für die geschäftliche Nutzung. Deine Notizen werden nicht für Training oder Werbung genutzt.

  • Regeln, die jeder Agent liest

    Notizen in 9_System kommen zu Beginn jeder Sitzung mit vault_overview mit: wer du bist, wie Notizen geschrieben werden, was wohin gehört.

06

Die Werkzeuge, die ein Agent bekommt

Zehn Werkzeuge, sortiert nach Recht. Vollständige Referenz

  • Lesen

    vault_overview, search_notes (Volltext), read_note, list_notes und get_backlinks. Antworten enthalten immer Pfad, Titel und Version.

  • Schreiben

    create_note, append_to_note, update_section und replace_note. Jede Änderung trägt eine einzeilige Zusammenfassung für deinen Verlauf.

  • Löschen, wenn du es erlaubst

    delete_note legt eine Notiz in den Papierkorb, nur mit der Version, die der Agent gelesen hat. Endgültig verschwindet per MCP nichts.

07

WhyVault als Memory-Server einrichten

Eine Adresse für jeden Client: https://mcp.whyvault.io.

  1. 1

    Vault anlegen

    Konto anlegen mit deiner E-Mail-Adresse und eine Vorlage wählen. Sie bringt die Ordner und die 9_System-Regeln mit, die Agenten zuerst lesen. Schnellstart

  2. 2

    Claude: Browser, Desktop und Handy

    Unter Anpassen → Connectors einen eigenen Connector mit der Adresse oben anlegen, dann anmelden und bestätigen. Klappt in jedem Claude-Plan, auch Free. Claude verbinden

  3. 3

    Claude Code

    Ein Befehl, danach mit /mcp anmelden. Oder einen Zugangsschlüssel als Header mitgeben. Claude Code einrichten

    claude mcp add --transport http --scope user whyvault https://mcp.whyvault.io
  4. 4

    Cursor und andere Clients

    Ein Eintrag in ~/.cursor/mcp.json. VS Code, Gemini CLI und jeder Client mit Remote-MCP funktionieren genauso. Cursor · Andere Clients

    {
      "mcpServers": {
        "whyvault": {
          "url": "https://mcp.whyvault.io"
        }
      }
    }
  5. 5

    ChatGPT

    Im Entwicklermodus auf chatgpt.com (ab Plus) WhyVault als App mit OAuth hinzufügen. ChatGPT verbinden

  6. 6

    Dein erster Prompt

    Bitte deinen Agenten, die Übersicht zu lesen und etwas zu speichern. Dann öffnest du die App und siehst die Notiz, markiert mit dem Namen des Agenten.

    Lies die Übersicht meines Vaults. Speichere dann die wichtigste Entscheidung von heute als Notiz im passenden Raum: was wir entschieden haben, warum, und was wir verworfen haben.

08

So fühlt es sich an

In Claude Code, mitten in einem Umbau:

Claude Code
  1. Du: Merk dir: Wir bleiben bei der Volltextsuche in Postgres, keine Vektordatenbank. Zu viel Betrieb für den Gewinn.

  2. Werkzeug: create_note · „2026-10-12 Volltextsuche statt Vektoren“

    Claude Code: Als Entscheidungsnotiz in deinem Projektraum gespeichert, mit Begründung und der verworfenen Alternative.

  3. Du: Was hatten wir letzte Woche zu Rate Limits entschieden?

  4. Werkzeug: search_notes · „Rate Limit“

    Claude Code: „2026-10-05 Rate Limits pro Verbindung“, aus Cursor geschrieben: eine Bremse pro Verbindung statt einer globalen, damit ein außer Kontrolle geratener Agent die anderen nicht blockiert.

Letzte Woche in Cursor geschrieben, heute in Claude Code gefunden.

Wenn du das Gedächtnis deiner KI nicht lesen kannst, kannst du es nicht korrigieren.

?

Häufige Fragen

Was ist ein MCP-Memory-Server?

Ein Dienst, der KI-Assistenten Werkzeuge gibt, um Informationen über Chats hinweg zu speichern und wiederzufinden, über das Model Context Protocol. Weil MCP ein offener Standard ist, können Claude, ChatGPT, Cursor und andere Clients dasselbe Gedächtnis nutzen.

Reicht der offizielle Memory-Server?

Zum Ausprobieren ja. Der Referenz-Memory-Server des MCP-Projekts hält einen Wissensgraphen in einer lokalen Datei. Er hat keine Anmeldung, keinen Verlauf und erreicht weder Claude im Browser noch ChatGPT – an einem Rechner gut, darüber hinaus begrenzt.

Lokal oder gehostet: Was ist sicherer?

Lokal bleibt alles auf deiner Festplatte, aber um Sicherungen kümmerst du dich selbst, und alles, was auf deinem Rechner läuft, kann es lesen. Gehostet heißt, einem Anbieter zu vertrauen – prüf also, wo er hostet, ob es einen AVV gibt und ob du Verlauf und Export bekommst. In beiden Fällen sieht der KI-Anbieter, was der Agent liest.

Hat Claude nicht schon ein eingebautes Gedächtnis?

Doch, und für viele reicht das. Claudes Memory funktioniert aber nur in Claude. Ein Memory-Server ist über jedes Tool hinweg geteilt, das du nutzt. Claude Memory im Vergleich

Kann ich WhyVault selbst hosten?

Nein, WhyVault läuft als gehosteter Dienst. Wenn Selbst-Hosting Pflicht ist, passt ein lokaler Memory-Server besser. Deine WhyVault-Notizen bleiben normales Markdown, du kannst sie also jederzeit exportieren und mitnehmen.

Ist WhyVault DSGVO-konform?

Ja. WhyVault ist in der EU gehostet, in Frankfurt, und Unternehmen bekommen einen AVV. Für die Seite der Agenten prüfst du zusätzlich die Bedingungen deines KI-Anbieters: Was ein Agent liest, verarbeitet sein Anbieter. Verlauf, Export und Datenschutz

Was kostet das?

Bis 20 Notizen ist WhyVault kostenlos, ohne Kreditkarte. Pro kostet 9,99 € im Monat oder 99 € im Jahr und hat keine Grenze. Lesen und Exportieren gehen immer, auch ohne Abo.

Gedächtnis mit Anmeldung, Verlauf und Export.

Leg dein Vault an und verbinde deinen ersten Agenten in fünf Minuten. Kostenlos, ohne Kreditkarte.